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Zitate zur Person

Otto Witte

19.03.1884 – 19.09.1963

Aus einigen seiner Reden

Die Sozialdemokratie kann man unterdrücken, ihre Propagandaarbeit verbieten – ihren Geist und ihren Glauben an den Sieg ihrer Idee wird man nie rauben können. (aus dem Statement Wittes anlässlich der einzigen der SPD gestatteten Wahlkampfveranstaltung am 10. März 1933 im Paulinenschlösschen zur zwei Tage später durchgeführten letzten Stadtverordnetenwahl vor der Zerschlagung der Demokratie durch die NS-Machthaber)

Damals habe ich mir geschworen: Nur keinen Krieg mehr; es ist das Schlimmste, was der Welt passieren kann. (aus einem Rückblick nach der Befreiung aus dem KZ)

Unser schönes Vaterland liegt nun in Trümmern. Aus diesen Trümmern ist eine Not und ein Jammer entstanden, von dem kaum eine Familie verschont geblieben ist. Trotz allem aber ist der feste Wille erwachsen, alle Trümmer aus dem Wege zu räumen und zum Wiederaufbau eines neuen Deutschlands anzutreten. Unsere Aufgabe im Parlament ist es nun, den richtigen Weg zu gehen. Wir wollen mit allen Völkern der Erde in Freiheit und Frieden und in gegenseitiger Achtung zusammenleben. Nicht Hass, sondern Liebe und Verständnis soll(en) uns dabei leiten. Unser Hessenland als Gliedstaat eines künftigen neuen Deutschlands muss und wird seinen Teil dazu beitragen, dass dieses Ziel erreicht wird. (aus seiner ersten Rede nach der Wahl zum Präsidenten der Verfassungberatenden Landesversammlung am 15. Juli 1946)

Der demokratische Staat ist meiner Ansicht nach die beste Staatsform, die es gibt. (aus seiner Ansprache während der Feierstunde anlässlich seiner Verabschiedung als hessischer Landtagspräsident am 3. Dezember 1954)